Elektrosmog: Risiko Mobilfunk
Vorbemerkung: Immerhin warnt mittlerweile die Öffentliche Hand wenigstens auf lokaler Ebene vor den gesundheits-gefährdenden Mobilfunkstationen und Handys. So stellt seit Dezember 2001 etwa die Stadt München Institutionen wie Krippen und Kindergärten entsprechendes Informationsmaterial zur Verfügung. Zum Vergleich: in England dürfen Handys auf Initiative des Gesundheitsministeriums nur noch mit Warnhinweisen für Jugendliche verkauft werden: Kinder unter 16 sollen Handys nur in wirklichen Notfällen benutzen.
Schon am 26. März 1988 hatte das Münchner Amtsgericht im Rahmen einer mietrechtlichen Auseinandersetzung eine 20-prozentige Mietminderung gebilligt.
Es ging um die Installation von Mobilfunkantennen auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses (Stuttgarter Nachrichten vom 01. August 2001). In Immobiliengutachten wird so auch immer häufiger aufgrund der zunehmenden gesundheitlichen Bedenken potentieller Käufer ein Wertverlust in Höhe von bis zu 25 Prozent berechnet, wenn Mobilfunk-Sendeanlagen im Nahbereich des betreffenden Wohngebiets installiert sind. Für GMS-Mobilfunk-Sendeanlagen haben Haftpflichtversicherungen den Versicherungsschutz für gesundheitliche und andere Schäden durch elektromagnetische Strahlung ausgeschlossen.
Gleichwohl bieten die immer noch bestehenden gesetzlichen Grenzwerte für nicht ionisierende elektromagnetische Strahlungen in mehrfacher Hinsicht nicht nur keinen Schutz, sondern nach wie vor einen Freibrief für die ungehemmte exzessive flächendeckende Bestrahlung der Bevölkerung, von Fauna und Flora. Da jeder Mobilfunkbetreiber sein eigenes Netzt ausbauen darf, werden noch mehr Menschen in unmittelbarer Nachbarschaft mit Mobilfunk-Antennen konfrontiert. Zur Zeit gibt es allein in Deutschland 80.000 Sendeanlagen, geplant sind weit mehr. Es könnte aber noch engmaschiger kommen, denn "das bisherige gesundheitlich risikolose Telefon-Festnetz soll völlig abgeschafft und durch die gesundheitlich höchst bedenkliche schnurlose Funktechnik ersetzt werden, mit einem Sendenetz, nicht mehr im Kilometerabstand, sondern im Bereich von 100 Metern Abstand. Erste Versuche dazu laufen bereits im Ruhrgebiet" und in München. (Dr. med. Hans-Christoph Scheiner)
In den Europäischen Ländern werden sogenannte GSM-Sendeanlagen (Global System for Mobile Telecommunication), Basisstationen und Sendemasten, installiert. Unterschieden wird hier das D-Netz, das mit einer Frequenz von 0,9 Gigahertz (GHz) arbeitet, also 0,9 Milliarden Herz, und das E-Netz mit 1,9 GHz. Die alternative und biologisch weniger bedenkliche analoge CDMA-Technik aus den USA mit ungepulsten, rauschähnlichen Signalen wird nicht genutzt. Sie ist
technisch nicht ganz so gut verwertbar. Außerdem fielen für sie aus patentrechtlichen Gründen für die europäischen Mobilfunkbetreiber in Europa und weltweit Gebühren an.
Die digitale GSM-Technik moduliert die Sprachinformationen also nicht wie die CDMA-Technik auf ein kontinuierliches Hochfrequenzträgerband im Gigaherzbereich, sondern pulst diese Mikrowellen niederfrequent, zerhackt sie also. Eine Kopplung von hoch- und niederfrequenter elektromagnetischer Strahlenbelastung hat es in dieser Art und Intensität bisher nicht gegeben. Die Langzeitwirkung dieses lizensierten Großversuchs an unserer Gesundheit und an der von Tieren und Pflanzen wird erst ansatzweise erkennbar.
Die derzeit gültigen Grenzwerte der 26. Bundesimmissionsschutz-Verordnung gemäß den Empfehlungen des Bundesamtes für Strahlenschutz betragen nach Din VDE 0848 für das D-Netz 470000 nWatt/qcm (Milliardstel Watt pro Quadratzentimeter) und 900000 nWatt/qcm für das E-Netz. Biologisch schädigende Effekte sind bei Hochfrequenzstrahlung aber bereits bei millionenfach niedrigeren Werten von 0,1 nWatt/qcm feststellbar.
800 Fälle gesundheitlicher Beschwerden durch nahegelegene Mobilfunk-Sendeanlagen wurden von der Internationalen Gesellschaft für Elektrosmogforschung messtechnisch überprüft: kurze Zeit nach Inbetriebnahme der Sender erkrankten viele Menschen an häufigen Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, nervöser Überreiztheit, erhöhtem Blutdruck, Herzrhythmusstörungen, plötzlichem Herztod, Schlafstörungen, depressiven Verstimmungen, Ohrensausen (Tinnitus), Augenreizungen und Grauem Star, Lernstörungen, Verstärkung der Amalgambelastung, Potenzstörungen, Fruchtbarkeitsstörungen, Blutbildveränderungen, Störungen des Blutbildes, beschleunigtem Krebswachstum, ständiger Müdigkeit und Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Alzheimer, Konzentrationsstörungen, Immunschwäche und Allergien. Bei 95% dieser Fälle betrug die elektromagnetische Leistungsfußdichte deutlich weniger als ein Zehntausendstel der derzeit gültigen Grenzwerte.
Diese skandalöse Diskrepanz und damit aber auch juristische Anfechtbarkeit ergibt sich, weil Hochfrequenzstrahlung ausschließlich thermisch, daß heißt auf ihre Wärmeabstrahlung hin beurteilt wird, obwohl die Beweislage für nichtthermische Effekte durch Zehntausende internationaler Veröffentlichungen und Untersuchungen erdrückend ist.
Aber selbst die thermische Grenzwertsetzung des Bundesamtes für Strahlungsschutz , die bei einer 6-minütigen Bestrahlung eine Erwärmung um ein ½ Grad Celsius als zumutbar betrachtet, muss ohne Nachweis der Unbedenklichkeit als willkürliche Setzung angesehen werden. Es können nämlich bei häufigem Telefonieren mit leistungsstarken Handys mit ihrer Antenne dicht hinter dem Ohr durch die komplizierten geometrischen Strukturen der Schädelbasis mit vorderer, mittlerer und hinterer Schädelgrube vielfältige Überlagerungs- und Echophänomene entstehen, sogenannte hot Spots. Da das Innenohr, Glaskörper und Linse des Auges zugeführte Wärme nicht abführen können, erkrankten durch Handynutzung mittlerweile sogar schon Kinder an Grauem Star.
Wie im Einzelnen in unseren biophysikalischen Beiträgen über Wasser und Biophotonen ausgeführt, ist jede lebende und sogar tote Materie auf einer individuell je nach Stoff unterschiedlichen geometrischen Basis aufgebaut und erzeugt entsprechende elektromagnetische Felder, die mit der Anzahl der an die einzelnen Moleküle gekoppelten Biophotonen und deren Kohärenzgrad korrelieren. Das zeigt sich besonders deutlich an den Magnetkristallen, den Minimagneten im Körper, die bevorzugt im Gehirngewebe auftreten. Das California Institute of Technology entdeckte 1992 Milliarden solcher magnetischen Kristalle im Gehirn von Menschen und Tieren. Sie dienen als Empfangsantennen für körpereigene Signale oder für Informationen aus der Natur (Orientierungsverhalten von Zugvögeln, Walen,...) Aber auch auf anderen und weniger elementaren Ebenen ist der elektromagnetische Charakter von Lebewesen zu erkennen. Das betrifft z.B. ihren generellen Zweipolcharakter, die Plus- und Minusladung der Baustoffe des Körpers, des Wassers und der Eiweismoleküle.
Der allopathischen Medizin bekannt sind z. B. die sogenannten Ionenpumpen. An den Zellmembranen werden die NatriumIonen, also positive Natriumatome (NA+) aus der Zelle heraus- und die Kalium-Ionen (K+) in die Zelle hineingepumpt. An diesen Zellapparaten treten ultraschwache elektromagnetische Schwingungen im Giga-Hertz-Bereich auf. Prof. Klitzing wies nach, dass hochfrequente Fremdstrahlung von bereits 1 Millionstel Watt diese körpereigene Schwingung und damit seine Informationsübermittlung stören. Zum Vergleich: auf den Kopf eines Handybenutzers wirkt die tausendfach größere Strahlungsdosis ein.
Die betroffenen Zellen reagierten mit erhöhtem Kalziumausstoss. Dadurch wird begünstigt: die Ausscheidung von Hormonflüssigkeiten, die der Nervenreizübertragung dienen, Gehirnfunktionsstörungen und andere pathologische Veränderungen im Gehirn, Schwächung des Immunsystems, Beschleunigung des Wachstums von Krebszellen (besonderes bei Hirntumoren), Verhaltensveränderungen bei Menschen und Tieren, Eingriffe in die Erbinformation, genetische Veränderungen, Missbildungen.
- Es nehmen auch die Kalium-Natrium-Pumpen Schaden Dadurch können nicht mehr genü gend NatriumIionen aus der Zelle ausgeschleust werden.
D.h. das verbleibende Salz in der Zelle bindet mehr und mehr Wasser. Die Zelle verquillt, degeneriert und stirbt ab.
- Dr. Ulrich Warnke (Univ. des Saarlands): Hochfrequente Strahlung schädigt auch die Mitochondrien, die kleinen Zellorganellen, die das Adenosin-Tri-Phosphat (ATP),die Energiebasis für die Ionen-Pumpen und den Zellstoffwechsel liefern. Eine erste Folge davon ist das bisher oft "unerklärliche" "chronische Erschöpfungs-Syndrom".
Siehe zu molekularbiologischen Veränderungen der Kalzium-, Kalium-, Zink- und Serotoninwerte auch unseren Beitrag über geopathogene Störzonen.
Nichtthermische biologische Irritationen der Zelle durch Mikrowellen ergeben sich aber nicht nur durch Störungen der Zellmembranfunktion, sondern vorgelagert durch die Zerstörung der Lazercharakteristik der Biophotonen, die ja gerade das Energie- und Informationsniveau des ultraschwachen Zelllichts ausmacht. Dann werden die Biophotonen zu nur mehr diffusem ungeordneten Licht und können nicht mehr die aktuellen Informationen der DNS-Spirale (als einer kleinen dreidimensionalen Lazershow) abgreifen, und mit der notwenigen (!) Lichtgeschwindigkeit Befehle zur Zellerneuerung, Zellteilung, Abwehr gegen Bakterien und Viren, Hormonproduktion oder Stoffwechselsteigerung weitergeben. Der Ordnungsverlust tritt sogar in den Mitteilungen der DNA selbst auf. Er kann katastrophale Folgen haben: die Gene werden zwar nicht wie in der Gentechnik in ihrer Struktur verändert, aber in ihrem Informationsgehalt blockiert. Es ist leicht vorstellbar, dass z.B. ein Tumor-Suppressor-Gen in seiner spezifischen Funktion dann nicht mehr wirksam ist und sich Krebszellen plötzlich ungehindert vermehren können. (Prof. Dr. F.-A. Popp 1989)
Studien der Universität Neu-Delhi und Washington belegen, dass es sowohl durch analoge als auch durch digitale Hochfrequenz-Strahlung zu einer dreißigprozentigen Zunahme von DNS-Brüchen der Gehirn- und Hodenzellen von Versuchstieren kam. Bekanntlich arbeitet die Gen-Technik ebenfalls mit gepulster Hochfrequenz um die Zellmembran zu öffnen, die DNS-Moleküle für die Genmanipulation aufzuspalten und um dann fremde Gene in die Zelle einzuschleusen. Bei der natürlichen Zellteilung spaltet sich die Doppelspirale unseres Erbgutes von alleine. Jeder Strang baut in der jeweils neuen Zelle sein Duplikat selbst wieder auf.
Dass HF-Strahlen definitiv das Erbgut verändern, zu Missbildungen und Krebs führen, zeigt eine erschütternde Dokumentation der Bürgerwelle Tirschenreuth: in 20 bayerischen landwirtschaftlichen Betrieben in unmittelbarer Nähe von Sendeanlagen erkrankte nicht nur vielfältig die Bauersfamilie sondern auch das Vieh. Die Kühe wiesen gehäuft Tot-, Fehl- und Missgeburten, Zwillingsschwangerschaften, Gesundheits- und Verhaltensstörungen auf. (Die Fehlgeburten von Menschen fallen in der Regel statistisch unter den Tisch.) "Geradezu apokalyptisch muten die Missbildungen in Vallershausen an, das langjährig dem hochfrequenten "Eurosignal" ausgesetzt war. Dort kam es zur Geburt von zwei Kindern mit drei Daumen und verkrüppelten Nieren sowie eines Kalbes mit zwei Köpfen und fünf Beinen". (Scheiner 1998)
Eine ähnliche, die weltgrößte Studie über die Gefährdung durch Mobilfunkbasisstationen wurde vom bayrischen Umweltministerium in Auftrag gegeben und mit vergleichbarem Ergebnis im November 2000 fertiggestellt. Eine Expertenrunde im Bayrischen Umweltministerium einigte sich auf den Kernsatz, dass keine Entwarnung gegeben werden darf. Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf versucht aber in einer öffentlichen Radiosendung diese Forschungsergebnisse zu vertuschen: "Im Ergebnis haben die Forscher keinen Zusammenhang festgestellt zwischen der Strahlung, die von Mobilfunkantennen ausgeht und einem veränderten Verhalten, der Gesundheit von Rindern." (Bürgerwelle e.V., Risiko Mobilfunk).
Die GSM-Anlagen können mit einer einzigen Trägerfrequenz bis zu acht Teilnehmer bedienen (in Zukunft noch mehr). Das einzelne Handy sendet dabei mit einer Frequenz von 217 Hertz, die Basisstation je nachdem wie viel Handys gerade angeschlossen sind von 1x bis max. 8 x 217 Hertz (1736 Hz). Die DECT-Schnurlos-Telefone takten mit 100 Hertz.
Die zukünftige UMTS-Technik arbeitet ebenfalls digital.
Eine Vielzahl dieser Frequenzen stimmt direkt oder nahezu mit dem Schwingungsspektrum überein, das unser Körper für wichtige Steuerungsvorgänge reserviert hat. So liegt etwa die Pulsfrequenz von 217 Hertz in unmittelbarer Nähe der Frequenz des Vegetativums, aber auch in der Nähe des mittleren Nervenstrangs des Menschen. Der zur Zeit obere Wert der GSM-Anlagen von 1736 Hertz kommt dem Frequenzband der dünnsten und damit empfindlichsten Nerven gefährlich nahe. Es sind hier biologische Signale betroffen, die wichtige Auslösefunktionen für den Stoffwechsel, das Hormonsystem, das Immunsystem, den Schlaf-Wachrhythmus usw. haben. D.h. es ist mit einer vielfältigen Entgleisung unserer Biorhythmik in unseren Stammhirnregionen zu rechen, eingeschlossen einem dramatischen Abfall des Immunsystems und einer deutlichen Steigerung der Krebsgefährdung.
Stellen Sie sich zum Vergleich einmal vor, dass Sie über Wochen, Monate und Jahre 24 Stunden am Tag dem Ihnen bekannten Blaulicht und Martinshorn der Polizei oder Stroboskoplampen, wie man sie aus Diskotheken kennt, ausgesetzt wären.
Die Frage der Pulsung birgt noch eine weitere Brisanz in sich. Hinsichtlich angeblich nicht vorhandener Embryonalschäden beruft man sich von öffentlicher Seite gerne auf die geringe Eindringtiefe der elektromagnetischen Strahlung in biologisches Gewebe.
Prof. Meyl aus St. Georgen betont aber, dass hochfrequente elektromagnetische Strahlung neben dem größeren Teil der senkrecht zur Ausbreitungsrichtung schwingenden Hertzwellen einen kleineren mathematisch zwingend zu berechnenden Anteil sogenannter Longitudinalwellen (auch Skalarwellen, Teslawellen oder Wirbel) mit sich führen, die in der Ausbreitungsrichtung schwingen. Im Gegensatz zu den Hertzwellen sind sie keine Vektorwellen und daher nicht an die Lichtgeschwindigkeit gebunden, können sich also auch schneller als 30000 km/Sek. fortbewegen. Sie werden nicht von Materie abgeschwächt (massefreie Welle im elektrostatischen Potential des Vakuums) und nehmen nicht wie die Hertzwellen mit dem Quadrat ihrer Entfernung ab. Prof. Meyl nimmt an, dass gerade die ultraharte Longitudinalstrahlung durch das Pulsen des Mobilfunks beim Handy und beim DECT-Schnurlos-Telefon zunimmt und ungehemmt ihre zerstörerische Kraft im Organismus entfaltet.
Wenn Probanden mit einem Handy telefonieren oder sich in der Umgebung eines fremden Handytelefonierers aufhalten, zeigt das EEG, die Gehirnstromschreibung, mit einer Verzögerungszeit von bis zu 10 Minuten hohe Ausschläge im 10Hertz-Bereich. Diese pathologischen Wellen im Alphawellenbereich (7-14 Hz, Trance- und Schlaffrequenz) wirken bis zu einer Woche nach der Exposition nach. D.h. das Handy greift aktiv ins Unterbewusstsein unserer Psyche ein, wahrscheinlich ähnlich wie Drogen oder Psychopharmaka. Seit geraumer Zeit kann in der Tat eine Verdopplung psychischer Erkrankungen wie Panikattacken, Neurosen und Psychosen festgestellt werden.
Aufsehenerregendes aus der schwedischen Universität Lund: der Mobilfunk richtet auch neurologisch schwersten Schaden an, die halbdurchlässige Blut-Gehirn-Schranke (Blut-Liquor-Schranke) wird durch Mobilfunkfrequenzen sofort ohne zeitliche Verzögerung geöffnet. D.h. das Zentralnervensystem ist nicht länger gegen die im Blut schwimmenden Giftstoffen, Bakterien, Stoffwechsel- und Abbauprodukte von Leber und Nieren geschützt.
Nach der Exposition mit Frequenzen zwischen 900 bis 1800 Hertz, also mit Frequenzen aus dem D- und E-Mobilfunk und dem DECT-Standardbereich, waren Rattenhirne vielfältig mit dunklen Flecken aufgrund von Zelldegenerationen und ödematösen Aufquellungen übersät. Durch die ins Gehirn gelangten Giftstoffe und Proteine kam es zu Nervenzerstörungen, wie wir sie von Vorformen von Multipler Sklerose, Parkinson, Alzheimer, vorzeitigem Altern und seniler Demenz kennen. Schon bei 100 nW/qcm (Milliardstel Watt) konnten die schwedischen Forscher bei der Hälfte aller Versuchstiere Hirneffekte nachweisen. Zum Vergleich: bis zu 200 m im Umkreis von Mobilfunksendern und bis zu 10 m in der Umgebung von Handytelefonierern (auch wenn das Handy nur aktiviert ist, der Handybesitzer also nicht telefoniert) sowie in Wohnungen mit DECT-Schnurlos-Telefonen muss man mit einer Strahlung von 100 nW/qcm rechnen. In der U-Bahn oder im Auto ist dieser Effekt noch vergrößert. Bei 30 cm Entfernung vom pausenlos strahlenden DECT-Telefon beträgt die Strahlendosis 44000 nW/qcm; bei einem halben Meter Abstand 16000 nW/qcm, was der 440- bzw. der 160-fachen Hirnschädigungs-Rate entspricht.
Besorgniserregend sind außerdem individuell im Organismus angeordnete Sensibilitäts-Fenster. Dadurch lösen schwächere Hochfrequenz-Intensitäten zum Teil deutlichere Reaktionen aus als stärkere.
Aufgrund dieser sensationellen Forschungsergebnisse beauftragte die US-Air Force die Universität Lund, das Golfkrieg-Syndrom zu untersuchen. 20000 Gis litten nach dem Krieg an vielfältigen Formen psychischer und neurologischer Störungen. Durch die Mikrowellen des Radars und der Funkanlagen könnte sich die Blutgehirnschranke geöffnet haben und Medikamente, insbesondere Gegengifte gegen Nervengas ins Gehirn gelangt sein.
Vergleichbare Studien über Erkrankungen von Radartechnikern und Militärfunkern liegen seit langem in den Osteuropäischen Ländern und der früheren Sowietunion vor. Sogar ungepulste Rundfunkwellen führten zu Kopfschmerzen, Augenschmerzen, Haarausfall, Appetitlosigkeit, Herzrhythmusstörungen, Schwindelattacken, Reizbarkeit, Depressionen, Konzentrationsstörungen, Gedächtnisverlust, Melancholie, Halluzinationen, bis zu Psychosen, Abfall an Lymphozyten, Grauem Star, Sterilität, vermehrten Fehlgeburten, generell früherer Kindersterblichkeit, EEG- und EKG-Veränderungen und vielfältigen weiteren vegetativen Symptomen (Gordon und Malysew, St. Petersburg). In der Sowietunion galten deshalb seit 1933 aufgrund der Berücksichtigung nicht thermischer Auswirkungen von hochfrequenten elektromagnetischen Strahlen die sehr viel niedrigeren Grenzwerte von 0,01 Milliwatt/qcm.
Walter Sönning: Schon vor 30 Jahren wurde anlässlich der Kontroversen um die biologische Wirkung der technischen Felder (z.B. ausgehend von Hochspannungsleitungen) darauf hingewiesen, dass die eigentliche Gefahr für den Menschen von gepulsten technischen Feldern ausgehe... Interessant dabei war, dass damals in der ehem. UDSR ein 10000-fach (zehntausendfach) niedrigerer Grenzwert für die el.-magnet. Strahlenbelastung gültig war als in den westlichen Industrieländern."
Vermehrte wissenschaftliche Aufmerksamkeit gewinnt zunehmend die verminderte Melatoninproduktion nach kontinuierlichem oder längerem Handygebrauch. Melatonin ist ein neurokrines Gehirnhormon der Epiphyse (Zirbeldrüse). Prof. Russel Reiter (1995): Melatonin steuert den Schlaf- und Wach-Rhythmus, eingeschlossen die Absenkung der Körpertemperatur. Eine Reduktion des Melatonins führt deswegen zu ausgeprägten Schlafstörungen mit Zerschlagenheitsgefühl am Morgen und untertags. Es verringert Cholesterin mit nachfolgender Verringerung von Arteriosklerosen und koronaren Herzerkrankungen. Melatonin reduziert den Blutdruck und die Tendenz zu Blutgerinnseln und folglich auch zu Schlaganfällen. Es beseitigt Freie Radikale. Mit den obigen Faktoren, setzt dies das Risiko von Herzattacken, Krebs und Virusinfektionen herab. Freie Radikale spielen eine große Rolle bei Hirnerkrankungen wie z.B. Alzheimer, MS, Parkinson oder Lou-Gehrigs-Erkrankung. Die Blut-Gehirn-Schranke weist die meisten Freien-Radikalen-Fänger ab, Melatonin hat freien Zugang. Es stärkt die Effektivität des Immunsystems, indem es die Anzahl der T-Zellen, z.B. die T-Helfer- und die T-Killerzellen erhöht. Melatonin hat auch einen wichtigen Einfluss auf die Serotonin-Produktion im Gehirn. Serotonin ist als Stimmungsoder antidepressives Hormon bekannt, was auch die vielfältigen Depressionen bei Mobilfunk Exponierten erklärt (von Gladiß 1991).
Ein anderer Forschungszweig, der die biologische Wirkung elektromagnetischer Strahlung belegt, ist die Bio- und Medizinmeteorologie. Schon seit den 20-iger Jahren können bestimmten Wetterarten bestimmte Frequenzspektren und Frequenzmustern zugeordnet werden. Das mittlerweile vorliegende Material zeigt unwiderlegbare Indizien und statistisch begründete Nachweise auf, dass die natürliche AIS (Atmosphärische elektromagnetische Impulsstrahlung) bei den meteorotropen (wetterbedingten) Reaktionen im Organismus eine Schlüsselrolle einnimmt. Die bereits gebräuchlichen künstlichen elektromagnetischen Strahlungsfelder des Mobilfunks nähern sich dieser natürlichen Wetterstrahlung in unkontrollierter Weise an. Die biologischen Systeme konnten sich im Laufe der Evolution ihrer natürlichen elektromagnetischen Umwelt anpassen und entsprechende Gegenregulationen entwickeln. Nur bereits vorgeschwächte Organismen reagierten deshalb bei bestimmten Wetterfronten mit Erkrankung. In Zukunft müssen wir mit biotropen Synergismen durch temporär auftretender AIS-Strahlung und andauernd einwirkender Mobilfunkstrahlung rechnen, deren Folge epidemisch auftretende Erkrankungsbilder sein können. Erkrankungen wie Krebs und neurodegenerative Erkrankungen werden allerdings vor allem mit einer Verzögerung von Jahrzehnten in Erscheinung treten.
Die Behörden und die Regierungen der BRD und anderer Länder halten sich bei der anfangs beschriebenen Grenzwertfestlegung weiterhin unkritisch an den WHO-Empfehlungen der Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierenden Strahlen (ICNRP). Der renommierte neuseeländische Wissenschaftler Dr. Neil Cherry von der Lincoln University urteilt über diese Richtlinien: "Die ICNRP-Bewertung von Wirkungen (1998) wurde durchgesehen und als ernsthaft fehlerbehaftet befunden. Sie enthält Voreingenommenheiten, bedeutende Fehler, Weglassungen und absichtliche Verdrehungen. Falls sie vorgenommen wird, verfehlt sie den öffentlichen Gesundheitsschutz vor bekannten und aktuellen Wirkungen auf die Gesundheit, folglich ist sie gesetzeswidrig in Bezug auf die Forderungen des Recource Management Act...Das Umweltministerium und das Gesundheitsministerium sollte über dem Einfluss der Industrie und ihrer Vertreter stehen, aber indem sie die Annahme der ICNIRP Richtlinien empfehlen, Richtlinien die von der Industrie rund um die Welt gesponsert wurden, wird die Öffentlichkeit mehr und mehr gesundheitlichen Risiken ausgesetzt werden."
Literatur: Dr. med. Hans-Christoph Scheiner Mobilfunk - Fluch oder Segen? München 7. Auflg. 2000 Dr. Neil Cherry, übersetzung: Dr. H.-C. Scheiner, München 2000 Mobilfunkstrahlung als schwerwiegendes Risiko für biologische Systeme und Gesundheit Dr. Neil Cherry, 1999 Criticism of the proposal to adopt the ICNIRP guidlines for cellsites in New Zealand;CNIRP guidline critique", Lincoln University (New Zealand) Wulf-Dietrich Rose Internationale Gesellschaft für Elektrosmog-Forschung, 2000, Gutachten zur Bewertung der niederfrequent gepulsten elektromagnetischen Strahlenbelastung Walter Sönning, 2000 Beitrag der Bio/Medizinmeteorologie zur Diskussion der Gesundheitsgefährdung durch Mobilfunkfrequenzen Bürgerwelle e.V., Siegfried Swerenz Tirschenreuth, 2001, Risiko Mobilfunk
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